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 Papudzije

Pantoffeln waren schon immer eng mit der Wohnkulur eines Volkes verbunden. In alten Zivilisationen des Ostens, wo die ersten Städte entstanden sind, war es bekannt daß Fußbekeidung nach der Art der Verwendung in zwei Gruppen geteilt werden kann. Es gab Fußbekleidung die draussen und die, die im Haus oder Tempel getragen wurde.Es war Gotteslästerung wenn man in einen Tempel oder in ein Haus, in Schuchen die draussen getragen worden sind, eintrat.Dieses Verhalten in Bezug auf das Heim und den Tempel hat sich in allen drei monoteistischen Religionen erhalten, nur im Christentum hat es sich ein wenig, wegen der Verschmeltzung mit dem Römischen Reich, verändert. Die Pantoffel wird nur noch im Haus, und in der Nähe des Hauses getragen wird. Mit der Ankunft der Osmanen beginnt in Bosnien der Prozes der Urbanisation. Mit der Gründung und Entwicklung der Städte im sogenanntem levantischem Stil, wird der Handel und die Familie streng getrennt. Pantoffeln sind daher ein Synonym für die Wohnkultur einer Stadt, oder auch für die Stadtkultur.

 

Papudzije  

Das bosnische Wort für Pantoffel, „papuča“, ist im arabischen „babuš“, doch im Perzischen wird sie „papuš“ ausgesprochen, und zu uns kam sie als „papuča“. Die Osmanen haben die Handwerker in Zünfte (esnafe) aufgeteilt, und die Handwerker die sich, zur Zeit, in Bosnien auffanden, haben sich auf die neuformierten Organisationen adaptiert. Die Pantoffelmacher waren, zusammen mit den „mestvedžije“ (machten Schuche aus weichem Leder für das Heim) und  „firaeldžije“ (machten Frauenschuche), in der Zunft der Stiefelmacher. Pantoffelmacher werden in Dokumenten zum ersten Mal im Jahre 1530. erwähnt und da kann man sehen daß es zu der Zeit nur wenige Pantoffelmacher gab, doch ihre Zahl wuchs rapide in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Diese Handwerker aus dieser Zunft hatten ihre eigene Strasse die den Namen „čizmedžijska čaršija“ trug, doch es gab auch einige Werkstätten in anderen Teilen der Baščaršija. Die Werkstätten befanden sich über den Geschäften in denen die Pantoffeln auch verkauft wurden. Die ärmsten Handwerker stellten ihre Ware zuhause her, und verkauften dann die Pantoffeln an fremde Händler in Gasthäusern, oder an heimische Händler die man „hafafi“ oder „kafafi“ nannte. Die Handwerker die Stiefel herstellten waren ziemlich arm, doch die „kavafi“ waren sehr reich. Für die Herstellung der Pantoffeln brauchte man das gleiche Werkzeug wie für jede Art des Handwerks, das Leder als Hauptmaterial verwendet. („terđah“ oder Tisch; „mušte“ oder Metallkugel für das Bearbeiten von Leder; „bičkija“ eine Art von Messer; Ahlen; Nadeln; „zumbe“ daß zum Bohren des Leders verwendet wurde; „džilde“; Formen usw.)

 

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